Der Beckenboden - Deine Kraftbasis
...wenn Du ihm nur ein bisschen Aufmerksamkeit schenkst...

Wo steckt er denn, Dein Beckenboden? Geht es Dir etwa ähnlich wie es mir noch vor einiger Zeit ergangen ist? Ich hätte mit "irgendwo da unten" geantwortet! Du auch? Vermutlich lässt sich "irgendwo da unten" besser definieren, wenn etwas passiert, über das wir nun wirklich nicht gerne sprechen, wenn wir nämlich bei einer Belastung Urin verlieren, sei es beim Sport, oder bei einer Erkältung, wo wir Husten oder Niesen müssen. Viele verzichten sogar ganz auf Sport, aus Angst Urin zu verlieren. Doch das muss nun wirklich nicht sein! Beckenbodentraining (und das heisst jetzt nicht etwa stundenlanges Abrackern im Fitnessstudio oder zu Hause) kann auch Dein Beckenboden wieder straff machen. Ganz wichtig ist halt, dass man einige Grundregeln beachtet.

So ganz nebenbei gefragt...
Wie sieht Dein Toilettenverhalten aus?
Gehörst auch Du zu denen, die mit rundem Rücken, Unterarme auf Schenkeln abgestützt auf dem WC sitzen, möglichst noch pressen, damit es schneller geht?
Oder lässt Du Dir Zeit und nimmst eine Zeitschrift mit, biegst Dich weit nach vorne?

Bist Du auch eine von den Frauen, die unter "rundem Rücken" leiden? Wie oft kippen wir Frauen doch die Schultern nach vorne und unser Brustbein strahlt nicht gegen den Horizont sondern direkt auf den Boden. Achte Dich einmal, egal wo Du bist, wieviele Frauen sich diese falsche Haltung angewöhnt haben! Und achte Dich auch, wie unsicher diese Haltung wirkt. Wir müssen uns nicht verstecken! Beckenbodentraining fängt beim Aufrichten unserer Wirbelsäule an!

Wenn Du Hustest oder Niest, bleibst Du dann aufrecht? Wie oft geht man dann automatisch in die Knie, drückt diese noch zusammen und macht einen runden Rücken, weil in den Gedanken das Unangenehme bereits passiert, Urin geht ab...Ist nicht in unseren Köpfen irgendwo verankert, dass man erst inkontinent ist, wenn man wirklich alt ist? Leider stimmt das ganz und gar nicht!

Ich könnte die Liste scheinbar endlos weiterführen. Doch ich glaube, Du musst Dich zuerst mit Deinem Beckenboden anfreunden, ihn erfühlen, ihn wahrnehmen ehe Du fühlst, dass sich in unserer Mitte wirklich ein Powerpaket befindet.

Ich muss zugeben und gestehen, dass ich selber auch unter Belastungsinkontinenz gelitten habe. Jumping Jack beim Aerobic...oh Graus, es nützte nichts zu Klemmen! Diese Belastung hielt mein Beckenboden einfach nicht aus! Ich habe ihn vernachlässigt, das muss ich zugeben. Ich habe diesen Muskeln einfach keine Beachtung geschenkt. Doch als es anfing, tröpfchenweise zu rinnen, dachte ich mir:"dazu bin ich noch zu jung-jetzt muss ich etwas aktiv unternehmen."
So kam ich eigentlich dazu, die Ausbildung zur Beckenbodentrainerin zu absolvieren. Die Zeit nach den ersten Ausbildungstagen hatte ich in meiem Kopf nur noch "Beckenboden". Ich klebte Post-it Zettelchens auf meine Agenda, in die Küche, zum Zahnbürstchen und an die unmöglichste Orte halt. Dass ich das Telefon nicht mit "Beckenboden" anstelle meines Namens abgenommen habe, grenzt eigentlich schon fast an ein Wunder. Aber...ich schaffte es ganz schnell verschiedenste Alltagssituationen anzupassen und zu ändern. Und auch an dieser Stelle muss ich nochmal erwähnen...ich rackere mich nicht ab und mache stundenlanges Beckenbodentraining! Mittlerweile liebe ich Jumping Jacks! Denn ich kann hüpfen so viel ich will, es tröpfelt gar nichts mehr!

Möchtest Du auch wieder ein Stück Lebensqualität zurückerobern? Bist Du schlauer als ich es war und möchtest Vorbeugen? Komm - zusammen erkunden wir unsere Mitte Stück für Stück!